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THE KILLING OF A SACRED DEER

Regie: Yorgos Lanthimos. Mit Colin Farell, Nicole Kidman u.a. UK/Irland 2017. 109 Min. OmU.

Steven (Colin Farrell) und Anna (Nicole Kidman) sind ein erfolgreiches und scheinbar glückliches Ärzte-Ehepaar und Eltern von zwei Teenagern. Doch in Stevens Leben hat sich der Halbwaise Martin eingeschlichen, der das Leben der Familie bedroht. Steven wird ein undenkbares Opfer bringen müssen.

Nach seinem Erfolgsfilm THE LOBSTER wurde Yorgos Lanthimos für THE KILLING OF A SACRED DEER dieses Jahr in Cannes mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet.

Trailer:

http://www.thimfilm.at/filmdetail/the-killing-of-a-sacred-deer

 

Kritik filmstarts.de (Carsten Baumgardt):

Der Grieche Yorgos Lanthimos hat sich mit seinem verstörenden Arthouse-Triple „Dogtooth“, „Alpen“ und „The Lobster“ in der Liste der aufregendsten Gegen-den-Strom-Regisseure ganz weit oben festgesetzt – und offenbar hat er auch nicht vor, demnächst mal einen weniger strangen Film zu drehen: Sein zweites englischsprachiges Werk „The Killing Of A Sacred Deer“ ist ein von der griechischen Mythologie inspiriertes, ausgestellt metaphorisches Rache-Drama –  provokant, beklemmend, aber auch höllisch unterhaltsam und immer fesselnd. Lanthimos knüpft sich darin einen eigentlich sehr simplen Horror-Plot vor und gibt der Handlung, aber auch der Inszenierung einen kleinen verfremdenden Dreh ins Surreale. Er verliert dabei nie den Wirklichkeitsbezug, aber er federt die archaische Grausamkeit der an Euripides‘ Tragödie „Iphigenie in Aulis“ angelehnten Prämisse – ein Vater muss eines seiner Kinder opfern, um ein noch schlimmeres Unheil zu verhindern – etwas ab und dafür kann man Zuschauer letztlich nur dankbar sein. Denn auch so sind die Qualen, von denen hier erzählt wird, teilweise kaum zu ertragen.

Der Herzchirurg Steven Murphy (Colin Farrell) und die Augenärztin Anna (Nicole Kidman) führen mit ihren Kindern Kim (Raffey Cassidy) und Bob (Sunny Suljic)  auf den ersten Blick ein Familienleben wie im Bilderbuch. Es herrscht Harmonie, das Haus ist riesig und Geld ist auch mehr als ausreichend vorhanden. Aber mit dem Auftauchen des 16-jährigen Martin (Barry Keoghan) geht es für die Murphys steil bergab. Steven hat sich aus Schuldgefühlen heraus mit dem Teenager angefreundet, nachdem Martins Vater bei einem Routineeingriff auf seinem Operationstisch verstorben ist. Doch der junge Mann, der sich nach und nach mit der ganzen Familie Murphy anfreundet, sucht nicht etwa emotionalen Halt, sondern will ganz einfach nur Rache...



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