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JUPITER’S MOON (Jupiter holdja)

Regie: Kornel Mundruczo. Mit Merab Ninindze,  György Cserhalmi, Mónika Balsai u.a. Ungarn 2018. 119 Min. OmU.

Der syrische Flüchtling Aryan Dashni (Zsombor Jéger) wird vor den Augen seines Vaters (David Yengibarian) an der ungarischen Grenze vom moralisch korrupten Polizisten Laszlo (György Cserhalmi) mit drei Schüssen in die Brust getroffen. Aber anstatt zu sterben, schwebt der junge Mann in slow motion in die Luft. Er landet im Lazarett eines Flüchtlingscamps und der behandelnde Arzt, Gabor Stern (Merab Ninidze) erwacht aus seiner Lethargie und sieht in Aryans übernatürlichen Kräften das große Geld, das er nicht hat und beschließt, ihn für seine Zwecke auszunutzen...

Hier die Kritik von filmstarts.de, die dem empathischen, fast religiösem Sog dieses Films nicht wirklich verfallen ist. Sehr zu unrecht! Schon allein wegen der Kameraarbeit muss man diesen Film sehen. Und der Wahl-Wiener Merab Ninidze, der zur Zeit für die neue Staffel von „Homeland“ in Budapest vor der Kamera steht, ist hier in einer großartigen „George Clooney“ Rolle.

„Die Flüchtlingskrise hält seit 2015 ganz Europa und weitere Teile der Welt in Atem - sie bringt alteingesessene Ideologien ins Wanken und spült Populisten in die Parlamente (oder gleich an die Regierung). Ungarn spielt in dieser Notsituation, in der Millionen Menschen vor allem aus Syrien dem Terror entfliehen, gerade keine sonderlich rühmliche Rolle: Forciert oder zumindest gedeckt von der populistischen Regierung Viktor Orbans heißt die Maxime Abschottung. Grenzen werden geschlossen und mitunter machen die Grenzschützer sogar regelrecht Jagd auf die Flüchtlinge. Mitten in dieses angespannte gesellschaftliche Klima knallt „Underdog“-Regisseur Kornél Mundruczo nun einen vogelwilden Genrefilm: Sein übernatürlicher Fantasy-Thriller „Jupiter’s Moon“ um einen schwebenden Flüchtling ist ein unerbittlich-anklagender Kommentar zur gegenwärtigen Situation im politisch verkommenen Ungarn, wo Unbarmherzigkeit, Korruption und Selbstsucht die Gesellschaft dominieren. Die Botschaft des Films ist trotz der reißerischen Inszenierung (mit einem krachenden Shootout über mehrere Hotelstockwerke hinweg) klar: Wenn wir nicht bald die Menschlichkeit nach Europa (so heißt übrigens auch der einzige Jupitermond mit gefrorenem Wasser) zurückbringen, dann Gnade uns Gott!“ (filmstarts.de)

Trailer:

http://www.thimfilm.at/filmdetail/jupiters-moon

 




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