CINE POR MUJERES – FRAUEN MACHEN FILME 2017

           Dokumentarfilme spanischer Regisseurinnen

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Veranstaltung des Admiral Kinos in Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes von Montag 14. bis Freitag 17.11.2017. Alle Filme werden in spanischer Originalversion mit englischen Untertiteln gezeigt.

 

Dienstag 14.11.2017      19:00    LA FIESTA DE OTROS

Eröffnung der Filmreihe in Anwesenheit der Regisseurin Ana Serret Ituarte, Q & A nach dem Film

Mittwoch 15.11.2017     19:00   LAS CONSTITUYENTES

Donnerstag 16.11.2017 19:00   EXCLUDIAS DEL PARAÍSO

Freitag 17.11.2017          19:00   EL LUGAR DE LAS FRESAS

 

Das Programm

Innerhalb der Filmreihe Frauen machen Kino sind u.a. zwei Filmpaare programmiert, die jede für sich sehr bezeichnend sind und zum Mittelpunkt Hauptdarstellerinnen des spanischen Feminismus bzw. die Präsenz von Frauen in entscheidenden Momenten in der Erschaffung einer demokratischen Kultur in Spanien haben.

Der Dokumentarfilm Las constituyentes (Die Konstituierenden), unter der Regie von Oliva Acosta rückt jene Frauen ins Rampenlicht, die einst in den 1970-ziger-Jahren den Verfassungsprozess Spaniens mitgeformt hatten. Wie die Regisseurin selbst sagt, hat dieser Film einen ganz besonderen Wert, da er das erste audiovisuelle Dokument ist, indem historische weibliche Persönlichkeiten und Pionierinnen der spanischen Politik in Interviews tiefgehende Aussagen über jene Zeit machen.

In diese Richtung geht auch der Dokumentarfilm von Esther Pérez de Eulate, indem sie den, dem Feminismus eigenen Gedankengänge eine Stimme gibt und das mittels einer Anzahl von Philosophinnen, Aktivistinnen und Professorinnen, die zu diesem Thema schon gearbeitet haben und über feministische Theorien in Bezug zu ihren persönlichen Erfahrung in Spanien erzählen. Im Film Excluidas del paraíso (Die aus dem Paradies Ausgeschlossenen) steht das Patriachat und seine Art, die Realität wahrzunehmen, im Mittelpunkt. Rundherum steht eine Reihe von wertvollen Interventionen von acht Teilnehmerinnen, die jene Formen von Ausgrenzung erfahren haben, mit denen das Patriachat arbeitet: in den Bereichen der Kultur, des Geldes, des Körpers, der Führung im öffentlichen Bereich, in der Möglichkeit, Wissen zu produzieren und in der Ausübung von Macht.

Die beiden Dokumentarfilme über Kreativität kommen von Maite Victoria Daneris und Ana Serret. Beide Geschichten bewegen sich in den realen Lebenswelten von Personen und zeigen den Reichtum der menschlichen Natur.

Das Projekt von Maite Victoria Daneris entstand auf einer ihrer Reisen nach Italien, als sie gerade auf dem Markt von Turin drehte und eine alte Frau kennenlernte, die an einem Stand ihr selbst angebautes Obst und Gemüse verkaufte. Die Regisseurin begann das Leben dieser umtriebigen Frau mit ihrer tollen Energie und Großzügigkeit zu filmen. Die Begegnung und Anstellung eines marokkanischen Immigranten macht aus der Begegnung dieser zwei Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen ein Gespräch über eine Welt voller Respekt und Menschlichkeit. Die HauptdarstellerInnen, inklusive der Regisseurin, bewegen sich in einem Raum, in dem die unermüdliche Arbeit in der Natur, die Menschen, die mit und in ihr arbeiten, einander näher bringt. Sie denken über ihre Vergangenheit und ihre Beziehungen nach und über die Möglichkeit in einer Welt zu kommunizieren, die noch existiert: El lugar de las fresas (der Ort der Erdbeeren).

Auf der anderen Seite haben wir Ana Serret und ihre Produzentin Rocío Cabrera, die auszogen, um das Leben eines Straßenorchesters kennenzulernen, dass besonders im Sommer die Musik auf Jahrmärkte und Kirtage in die Dörfer bringt. Das Leben der Straßenmusiker, eine Gruppe, die die Traditionen der populären Musik verbreitet und lebendig hält und bisher für einen Prozess der Modernisierung verantwortlich war, aber heute zurückgedrängt von der aufgezeichneten Musik aus der Box am Rand leben. Die sukzessive Reduzierung ihres Handlungsspielraumes steht im Kontrast zu dem Gefühl von Begeisterung dieser Musiker, die zwar das Ende ihre Welt nahen sehen, aber treu zu der Magie stehen, die eine Nacht auf dem Dorffest überall auf der Welt verströmt. La fiesta de otros (Das Fest der anderen) bringt uns näher an eine Welt des Imaginären, an die niemand mehr zu glauben scheint und auch näher an die exzentrische Welt der Dörfer, ihre Kultur des Feierns und das Dorffest, das immer noch ein besonderes Sommerritual ist. Der Alltag dieser Musiker, ihre beharrliche Arbeit und das harte Leben auf der Straße, vervollständigen diese Geschichte, die ganz besondere Bilder offenbart.

 

La fiesta de otros / Das Fest der anderen

Spanien, 2015. 73 min. Bewertung: keine Altersbeschränkung Regie: Ana Serret Ituarte Produktion: Creaciones imperfecta Drehbuch: Ana Serret Ituarte Kamera: Pau Amengual, Paco Geraldo Aufbau: Marta Velasco

Sinopsis: „Das Dorffest ist Tradition in Spanien, gewöhnt daran die Festlichkeiten außerhalb des Landes zu beobachten. Ich war daran interessiert, mit der Idee von Ende des Festes, des Wechsels, der Krise zu arbeiten. Und so folgte ich dem Weg des Zerfall von etwas, der Musik, des Sommer, der Arbeit, dem Geld. Einfach dabei sein, wenn der Winter zu den jenen Musikern kommt, die noch zu einer anderen Zeit zu gehören scheinen, die langsam dahingeht. Basierend auf diesen Vorgaben, spiele ich mit Stille und Geräuschen. Ich schaffe einen intimen Resonanzkörper von Persönlichkeiten, die bessere Zeiten erlebt hatten. So schließe ich meine Ohren und beobachte das Dorffest und hören, wie das Fest endet.“ Ana Serret

Tráiler

 

Las constituyentes / Die Konstituierenden

Spanien, 2011. 70 min. Bewertung: keine Altersbeschränkung Regie: Oliva Acosta Produktion: Olivavá Producciones und Canal Sur Televisión Drehbuch: Oliva Acost Kamera: Andrés Garzas Aufbau: María Luz Domíngue Musik: Alicia Alemán Darstellerinnen: Ana Maria Ruiz Tagle, Nona Ines Vilariño, Belen Landaburu, Soledad Becerril, Amalia Miranzo, Carlota Bustelo, Dolors Calvet, Rosina Lajo, Asuncion Cruañes, Virtudes Castro, María Izquierdo, Mercedes Moll Miguel, Dolores Pelayo, Esther Tellado, Ana Oramas, Ines Sabanes, Carmen Alborch, Margarita Uría, Bibiana Aído, Sara Dueñas, Carmen Calvo, Carmen Quintanilla, Montserrat Surroca

Sinopsis: Dokumentation über zwanzig Frauen, Abgeordnete und Senatoren, die Protagonistinnen des politischen Wandels in Spanien in Richtung Demokratie waren und von ihrer parlamentarischen Arbeit 1977 zu den konstituierenden Gesetzen berichten. Dieser spannende Teil der Geschichte der politischen Beteiligung von Frauen in Spanien wird über die persönlichen Erfahrungen dieser Pionierinnen erzählt. Auch wird die aktuelle Situation der gegenwärtigen Politik in der Begegnung zwischen Abgeordneten und den einst Konstituierenden in einer intensiven Debatte analysiert. Dies ist ein noch nie dagewesenes audiovisuelles Werk über die zeitgenössische Geschichte Spaniens.

Tráiler

Visionado

 

Excluidas del paraíso / Die aus dem Paradies Ausgeschlossenen

Spanien, 2016. 75 min. Bewertung: keine Altersbeschränkung Regie: Esther Pérez de Eulate Produktion: Esther Pérez de Eulate Drehbuch: Paula de la Fuente Latorre, Esther Pérez de Eulate Kamera: Paula María Castellano, Esther Pérez de Eulate Aufbau: Esther Pérez de Eulate Musik: «Jaula de cristal», de Lua Pua DarstellerInnen: Remedios Zafra, Pablo Llamas, Pilar Aguilar Carrasco, Soledad Murillo de la Vega, Yayo Herrero, Rosa Cobo Bedia, Ana de Miguel Álvarez, Ochy Curiel

Inhalt: Mitten im 21. Jahrhundert, welche Mechanismen werden vom Patriachat reproduziert und verlängern es? Der Dokumentarfilm antwortet uns mittels der Stimmen bekannter feministischer Denkerinnen.

Tráiler

 

 

El lugar de las fresas / Der Ort der Erdbeeren

Spanien, 2015. 93 min. Bewertung: Ohne Altersbegrenzung Regie: Maite Vitoria Daneris Produktion: Maite Vitoria Daneris Drehbuch: Maite Vitoria Daneris Kamera: Ángel Amorós Aufbau: Renato Sanjuan Musik: Andrea Gattico

Inhalt: Lina ist eine alte Bäuerin aus Norditalien. Ihr Rücken ist krumm, und das Gesichter zur Erde geneigt. Jeden Morgen in der Dämmerung erreicht sie den größte Straßenmarkt in Europa, Porta Palazzo, im Zentrum von Turin, wo sie ihr Gemüse und Erdbeeren verkauft. Linas Leben ist, wie sie sagt: „Kirche und Arbeit.“ Lina hat keine Kinder, aber fünf Hunde und ihr Mann Gianni will, dass sie aufhören zu arbeiten. Einen Tag auf dem Markt, trifft sie Hassan, einen jungen marokkanischen Einwanderer, gerade in Italien angekommen und auf der Suche nach Arbeit. El lugar de las fresas ist die Geschichte dieser Persönlichkeiten, sieben Jahre lang gefilmt von einer jungen spanischen Filmemacherin, alltäglich und universal, so wie ein großer Straßenmarkt eben ist. Vor allem aber ist ein poetischer Film, der der Öffentlichkeit über die Arbeit auf dem Land zeigt, welche die wesentlichste und reinsten menschlichen Werte sind.

Tráiler




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