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AUF DEM WEISSEN RÖSSL UNTERWEGS 

 

Unterhaltungsfilme der Nachkriegsära

Eine Heimatfilmreihe im Admiral Kino

Von 8.11.2020 bis 28.3.2021

Immer Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr

 

 

So 8.11.2020 mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Rendezvous im Salzkammergut

A 1948, 95 min, s/w, R: Alfred Stöger, mit Hertha Mayen, Inge Konradi, Hans Holt. - Sommerzeit ist Urlaubszeit – und so machen sich die beiden Sekretärinnen Fritzi und Gretl auf nach St. Gilgen, wo sie sich auf drei Wochen Ruhe und Erholung freuen. Da sie einen Großteil der bescheidenen Reisekassa auf der Trabrennbahn verspielen, beschließen sie, per Anhalter zu fahren. Allerdings trennt sie dieses Vorhaben: Fritzi kommt zuerst an und wird für eine neue Kellnerin gehalten. Dabei verliebt sie sich in Peter, den Juniorchef des Hotels – der eigentlich mit Gretl verlobt ist. Die macht indessen Bekanntschaft mit dem Fotografen Thomas … 1948 beginnt es den Leuten nach dem Krieg wieder etwas besser zu gehen: der Tourismus im eigenen Land springt langsam wieder an und das Bedürfnis des Publikums nach Sehnsucht und Harmonie – und bestimmt auch nach dem Gefühl, wieder so etwas wie Stolz auf die Schönheit von Land und Leuten empfinden zu können – findet im Kino seine ideale Erfüllung. Ein Heile-Welt-Film, der Lust aufs Spazieren an Seepromenaden und nächtlichen Ausflügen auf dem Segelboot macht, schwungvoll und mit viel Herz inszeniert. (fw)

 

So 15.11.2020

16:00 Der Herr Kanzleirat

A 1948, 105 min, s/w, R: Hubert Marischka, mit Hans Moser, Annie Rosar. - Ein gemütlicher Schwank, der nur knapp nach RENDEZVOUS IM SALZKAMMERGUT in die Kinos kam und vor allem die Vorzüge Veldens als Tourismusort bewerben sollte – ein Unterfangen, das sich für spätere Filme ja besonders ausgezahlt hat: Kanzleirat Bachmayer ist ein übellauniger Kauz, ein Frauenhasser und daher ewiger Junggeselle. Bis ihm eines Tages eine begegnet, der er sogar in die Sommerfrische nach Kärnten nachfährt, wo er seinen Prinzipien immer weiter untreu wird. Zahllose Verwicklungen und Verwirrungen später findet er sich als „armes Tschopperl“ vor Gericht wieder, wo er den Prozess immerhin gegen sich selbst führen muss, so weit hat er es getrieben … Während der Film in Österreich lange Zeit ob seiner Ähnlichkeit zum Vorgänger HOFRAT GEIGER abgekanzelt wurde, feierte der Film im Ausland große Erfolge. So riet ein Provinzblatt: „Wer zu Haus keinen Likör hat, greife ruhig zu diesem Moser, der schwemmt jeden Ärger sicher hinunter!“ Prost! (fw)

 

So 22.11.2020  mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Frauensee

A 1958, 89 min, Farbe, R: Rudolf Jugert, mit: Barbara Rütting, Ivan Desny, Bernhard Wicki. - Rudolf Jugert, Regieassistent beim großen Helmut Käutner und später selbst Spezialist für gewitzte wie sorgfältig inszenierte Unterhaltungsware, nimmt Carl Zuckmayers Erzählung „Ein Sommer in Österreich“ als Ausgangspunkt für eine vertrackte Liebesgeschichte vor der malerischen Landschaft des Salzkammerguts: Martha ist die Alleinerbin eines großen Industriewerks, doch um dieses Erbe anzutreten, muss sie erst einen Mann ehelichen, der über entsprechende Fachkenntnis verfügt. Daher geht sie eine Scheinehe mit dem Techniker Frederic ein. Schon auf der Hochzeitsreise zum titelstiftenden Frauensee trifft sie jedoch einen anderen Mann, den Grafen Chur, der ihr Herz ebenso gut erobern könnte. Und auch für Frederic entwickelt sie überraschenderweise Gefühle … Ein elegantes Melodram, in dem St. Pöltens finest Bernhard Wicki einmal mehr den etwas unnahbaren und doch liebevollen Adeligen gibt und das einmal mehr die Vorzüge der heimischen Berg- und Seelandschaften genüsslich in Szene zu setzen weiß. (fw)

 

So 29.11.2020

16:00 Eva erbt das Paradies

A 1951, 107 min, s/w, R: Franz Antel, mit Maria Andergast, Josef Meinrad, Annie Rosar. - Tag für Tag muss sich Eva mit anstrengenden KundInnen in einem Schallplattengeschäft herumschlagen, da flattert ein Brief ins Haus: Sie ist alleinige Erbin des Palast-Hotels in St. Andrä, das sich allerdings gleich bei ihrer Ankunft als Bruchbude entpuppt. Ihrer Freundin Daisy und dem Musiker (und Womanizer) Bill sei Dank, fasst sie den Entschluss, das ehrwürdige Gemäuer zu neuem Leben zu erwecken: Aus dem Palast wird das Paradies! Damit zieht sie allerdings den Zorn der Besitzerin des Grand Hotels auf sich, die die neue Konkurrenz gar argwöhnisch betrachtet. Dabei wirft ausgerechnet ihr Sohn Hans ein Auge auf die hübsche Eva … Anfang der 50er Jahre hat der österreichische Nachkriegsfilm bereits zu seiner Form gefunden, und kein anderer verkörpert diese so sehr wie der Szegediner-Krautfleisch-Connaisseur und vielfilmende Auteur Franz Antel, der hier seine Bienen tanzen und jede Menge guter Laune versprühen lässt. (fw)


So 06.12.2020 mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Freddy, die Gitarre und das Meer

BRD 1958, 92 min, s/w, R: Wolfgang Schleif, mit: Freddy Quinn. - Kaum einer steht derart sinnbildlich für die Sehnsucht nach der Ferne im bundesdeutschen Nachkriegsfilm wie der singende Seemann Freddy Quinn aus Wien. Der träumt von einem neuen, besseren (?) Leben in Kanada, doch erst mal strandet er in Hamburg, wo er sich des Jungen Waisen Stefan annimmt: Das goldene Wiener Herz schlägt eben auch in der Fremde! Als er in einer Kneipe sein musikalisches Talent zeigt, wird eine Journalistin auf ihn aufmerksam, die ihm eine große Karriere in Aussicht stellt. Und dann gibt es noch Susi, die Tochter des Kneipenbesitzers, die ein Auge auf den Charmebolzen geworfen hat – und er auf sie … Aus heutiger Sicht wirkt dieser Film nicht nur wie aus einer anderen Zeit, sondern ein bisschen auch wie von einem anderen Stern: Wie hier mit Konflikten, innerer Zerrissenheit, dem Traum davon, dass das Leben anders sein könnte, umgegangen wird, ist wahrlich magisch. Und ein bisschen schwingt dann Traurigkeit mit, wenn man diese Menschen nach 90 Minuten wieder in die Leere der schwarzen Leinwand entlässt – und die Überzeugung, dass sie es nun besser haben werden. (fw)

 

So 13.12.2020

16:00 Das Lied der hohen Tauern / Das Lied von Kaprun

(A 1955, 109 min, s/w, R: Anton Kutter, mit: Waltraut Haas, Albert Lieven, Joachim Fuchsberger. - Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg ist nicht nur eine Zeit des Wiederaufbaus, sondern auch des technologischen Fortschritts. Heimatfilme bieten in dieser Hinsicht besondere Reibungsflächen: der Mensch ringt der Natur ihre Schönheit ab und macht sie sich zu Nutze. Darüber hinaus werden – wie im amerikanischen Western – Fragen nach dem individuellem (meist männlichem) Mut und dem kollektiven Bewusstsein gestellt. Auch in Kaprun wird zu dieser Zeit ein gigantisches Kraftwerk in den Berg gestellt, der immer wieder Menschenopfer fordert. Dem Sicherheitsingenieur Peter Thalen reicht es damit und er sucht die Hilfe eines betagten Bergführers, der ihn über die Tücken der Landschaft aufklären soll. Doch der abergläubische Alte verweigert seine Unterstützung … Regisseur Anton Kutter beschäftigt sich in seinen Arbeiten immer wieder mit Technik und Maschinenbau – den Reiz dieses Films machen insbesondere die fulminanten dokumentarischen Aufnahmen von den Bauarbeiten am Staudamm aus. Ein seltenes Beispiel für den zivilisationskritischen Heimatfilm. (fw)


So 20.12.2020 mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Im weißen Rössl

A 1960, 99 min, Farbe, R: Werner Jacobs, mit: Peter Alexander, Gunther Philipp, Waltraut Haas. - Wenn im „Weißen Rößl“ Hochbetrieb herrscht, ist es an Oberkellner Leopold Brandmeyer, die Gäste mit vielzüngigem Zureden und einem gut gelaunten Lied auf den Lippen vom Chaos abzulenken und zufrieden zu stellen. Nur die Liebe zu seiner Chefin Josepha Voglhuber ist seine Schwachstelle, denn die will von ihrem Untergebenen nichts wissen und hofft vielmehr in den Armen eines Anwalts aus dem Norden zu landen … Die Strategie der Heimatfilme, ihre Drehorte auch zu Anziehungspunkten für den Tourismus zu machen, ist aufgegangen: IM WEISSEN RÖSSL parliert man Englisch, Französisch, Italienisch oder gar Berlinerisch. Bei solch mondänem Publikum muss sich auch das Personal anpassen. Auftritt Peter „Der Papa wird’s schon richten“ Alexander, der selbst im Frack auf Wasserski eine gute Figur macht: In ihm verschmelzen Dean Martin und Jerry Lewis wahrlich zu einer Person. (fw)

 

So 10.1.2021

16:00 Saison in Salzburg

A 1961, 104 min, Farbe, R: Franz Josef Gottlieb, mit: Peter Alexander, Gunther Philipp.- Fast könnte man die Inhaltsangabe von IM WEISSEN RÖSSL hier wieder verwenden, und doch haben sich einige Unterschiede eingeschlichen, auch wenn die „Stars“ dieselben sind: Die drei Schauspieler Heinz, Toni und Hans melden sich ob ausbleibender Angebote als Kellner, Portier und Liftboy im Gasthof „Zum blauen Enzian“. Dort verlieben sie sich – erfolgreich – ins weibliche Personal, bis auf Heinz, der es auf die aparte Chefin Theres abgesehen hat. Die jedoch hat bereits einen hartnäckigen Verehrer – und als dann auch noch ihre hübsche Stieftochter im Gasthaus ankommt, ist Heinz maximal verwirrt … Peter Alexander und Waltraut Haas also erneut als vom Berufsstande getrennte Liebende, doch ob im „Rössl“ oder im „Enzian“ gilt: füreinander bestimmte Herzen finden zusammen, egal was da komme. Besungen werden da nicht nur die Salzburger Buam und Dirndln, sondern auch die fluffigen Salzburger Nockerl: „Süß wie die Liebe, zart wie ein Kuss!“ (fw)

 

So 17.1.2021 mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Unsere tollen Nichten

(A 1963, 87 min, Farbe, R: Rolf Olsen, mit: Gunter Philipp, Gus Backus, Vivi Bach, Hannelore Auer. - Als „größten Blödsinn des Jahres“ sucht bereits der Vorspann die kommenden fast 90 Minuten zu rechtfertigen, und es bleibt nicht das einzige Aufflackern von Selbstreflexion. Der Mittelteil der TOLLE-TANTEN-Trilogie steckt voller Anspielungen und Augenzwinkern und ist – je nach Sichtweise – ein perfekter Mix aus Schlagerfilm und Slapstickkomödie. Aus der Not streifen sich Gunther Philipp und seine Herrenkollegen wieder Damenkleider über und sorgen im Nobelskiort Davos als Jolly-Sisters für Aufruhr. Derlei sehen ihre Freundinnen gar nicht gern und blasen im Männerkostüm zum Gegenangriff. Meister Rolf Olsen – selbst in Scheichgewändern zu sehen – lässt in diesem Gute-Laune-Spektakel wirklich nichts aus: Man kann es sich nahezu bildlich vorstellen, wie sie alle herzhaft über ihre eigenen Witze lachen und schlicht eine gute Zeit bei den Dreharbeiten verbringen. Heimliches Highlight ist aber Rex Gildos Hüftschwung bei seiner »Speedy-Gonzales«-Interpretation auf Eis. (fw)

 

So 24.1.2021

16:00 Romanze in Venedig

A 1962, 92 min, Farbe, R: Eduard von Borsody, mit: Wily Birgel, Ann Smyrner. - Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Für die junge Andrea, Tochter aus reichem Hause, gilt dieser Spruch nicht, denn als sie am Tag ihrer Hochzeit mit einem verarmten Adeligen erfährt, dass dieser sie ausgerechnet mit einer Magd betrogen hat, zieht es die Enttäuschte erst einmal in den sonnigen Süden in die Stadt der Serenaden und Barcarolen. Doch Venedig ist ein tückisches Pflaster, gerade für eine tugendhafte junge Frau. Sie gerät an den Komponisten Stefan, der allerdings noch verheiratet ist. Ein Missverständnis reicht aus, und Andrea reist Hals über Kopf aufs väterliche Gut zurück, nicht ohne die Frucht ihrer Liebe im Leibe … Für damalige Verhältnisse eher selten, überschreitet diese Produktion die Landesgrenzen und transportiert so das Flair des Sehnsuchtsorts Italien auf die Kinoleinwand. Das gibt der sonst recht unterkühlt wirkenden Schönheit Ann Smyrner aus Dänemark einmal mehr die Chance in einem knappen Bikini die Blicke der Männer auf sich zu ziehen. (fw)

 

So 31.1.2021

16:00 An der Donau, wenn der Wein blüht

A 1964, 80 min, Farbe, R: Géza von Cziffra, mit: Ingeborg Schöner, Peter Weck, Hansjörg Felmy. - Halbwaise Florian wünscht sich nichts sehnlicher als eine neue Mutter und somit Frau im Leben seines Vaters, der als erfolgreicher Architekt die Erziehung dann doch eher dem Kindermädchen überlässt. Zufällig trifft er auf die schöne Buchhändlerin Gabriele und sieht in ihr eine ideale Nachfolgekandidatin. Das Problem ist nur, dass Gabriele eigentlich schon verlobt ist, doch ein handfester Streit und eine gemeinsame Reise von Passau nach Wien könnten daran ja vielleicht etwas ändern … Géza von Cziffra, meisterlicher Konfektionsfilmemacher, der wie kaum ein anderer das heimische Nachkriegskino mitbestimmt hat, soll hier die bereits angeschlagene Stadthallen-Filmproduktion aus den roten Zahlen führen – ein Projekt, das leider zum Scheitern verurteilt ist. Damit leitet der Film auch den Anfang vom Ende der klassischen Heimatfilmwelle ein. (fw)

 

So 7.2.2021 mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Holiday in St. Tropez

BRD/A 1964, 96 min, Farbe, R: Ernst Hofbauer, mit: Vivi Bach, Gus Backus, Anna Smyrner, Margitta Scherr. - Weil die italienischen Maurer als Gastarbeiter in Deutschland richtig Geld verdienen möchten, stehen Carlos und seine Ehefrau plötzlich alleine mit ihrem halbfertigen Hotel „St. Tropez“ da. Und da die Nichte im hohen Norden bereits kräftig die Werbetrommel rührt und sich ein Reisebus bereits Richtung Urlaub in Bewegung gesetzt hat, ist das Chaos perfekt. Doch die Urlauber wissen sich auch auf fremden Terrain zu helfen … Man hat tatsächlich das Gefühl, dieser Film sei das Nebenprodukt von endlos schönen Sommerferien, in denen Spiel und Spaß aller Beteiligten im Vordergrund standen. Regie führt kein geringerer als der spätere SCHULMÄDCHEN-REPORT Erfinder Ernst Hofbauer – und an manchen stellen getraut man sich zu sagen: Man siehts! Die taffen Frauenfiguren, allen voran Margitta Scherr als verruchte Beatnik-Göre, teils recht anzüglichen Gags und natürlich die flotten Musiknummern machen HOLIDAY IN ST. TROPEZ zu einem wahrlich ansteckenden Feuerwerk der Heiterkeit. (fw)

 

So 14.2.2021

16:00 006 am Wolfgangsee

(A/BRD 1966, 85 min, Farbe, R: Franz Antel, mit Gunther Philipp, Waltraut Haas, Hans-Jürgen Bäumler. - Hotelbesitzer James Sander hat nicht nur ein Händchen für Geld, auch die Frauen liegen ihm zu Füßen. Seiner Steuerberaterin Hilde ist das gar nicht recht, denn sie will den potenten Junggesellen für sich alleine haben. So heckt sie einen gefinkelten Plan aus, sein Herz zu erobern. Als im Hotel eine junge Band ankommt, die statt Rock'n'Roll seichte Unterhaltungsmusik spielen soll und noch dazu Hoteldiener Pankratz, der durch die Lektüre zu vieler James-Bond-Romane inspiriert selbst auf Agentenjagd geht, spitzen sich die Ereignisse immer mehr zu … Mit dem doppeldeutigen Filmtitel, der einerseits mit dem Image des britischen Geheimagenten spielt und andererseits frivole Erwartungshaltungen weckt, ist Antel, der den Wolfgangsee inzwischen wie seine Westentasche kennt, zugegebenermaßen ein kleiner Coup gelungen. Waltraut Haas und Erwin Strahl nutzten die Gunst und traten während der Dreharbeiten auch im echten Leben vor den Traualtar. (fw)

 

So 21.2.2021 mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut

BRD 1965, 95 min, Farbe, R: Hans Billian, mit: Hannelore Auer, Manfred Schnelldorfer, Gus Backus.- Anfang der 60er Jahre erkannten findige Produzenten das Potential, ihre inzwischen etwas abgestandenen Heimatfilm-Konzepten mit der Besetzung von – mal mehr und mal weniger begabten – Schlagersängern aufzupeppen. Wenn dann ganze Plattenfirmen ins Kinogeschäft drängen, um mit einem Film ihr ganzes Portfolio zu präsentieren weiß man, man sitzt in einer der guten, alten Music-House-Produktionen! Hier geben nicht nur die Hauptdarsteller Gus Backus und Hannelore Auer ihre Hits zum Besten, Auftritte von Peggy March, Peppino di Capri und natürlich Billy Mo, der das ohrwurmverdächtige Titellied singt, verleihen nahezu internationales Flair. Da kann die Geschichte um einen Berliner Hutfabrikanten, der seine Firma mit dem Verkauf von Tirolerhüten vor dem sicheren Bankrott bewahren will, schon mal aus dem Fokus geraten. Unter der fachkundigen Anleitung des Oberspielleiters Hans Billian, der später einer der Porno-Pioniere in Deutschland wurde, gibt es auch hier jede Menge gute Laune! (fw)

 

So 28.2.2021

16:00 Hilfe, ich liebe Zwillinge

BRD 1969, 83 min, Farbe, R: Peter Weck, mit: Roy Black , Uschi Glas, Eddi Arent. - Fotograf Andy (Roy Black) wittert seine große Chance: Er soll heimliche Fotos vom zickigen Star-Mannequin Hanna Peters (Uschi Glas) schießen um danach einen lukrativen Vertrag bei einer Agentur zu erhalten. Blöd nur, dass das Model Richtung Wörthersee verschwindet – wo er jedoch auf ihre Zwillingsschwester Renate trifft … Das Regiedebüt von Burgschauspieler und Publikumsliebling Peter Weck gilt als eigentlicher Startschuss für eine ganze Reihe an Wörthersee-Filmen, mit denen die Lisa-Filmproduktion unter der Leitung von Karl Spiehs die kommenden Jahre die Kinosäle flutet und zahlreiche Stars in die Kärntner Landschaft setzt: Das Traumpaar Roy Black und Uschi Glas sind ebenso wieder mit von der Partie wie die Ober-Pauker Georg Thomalla und Kintopp-Legende Eddi Arent. (fw)

 

So 7.3.2021 mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Wenn mein Schätzchen auf die Pauke haut

BRD/A 1971, 89 min, Farbe, R: Peter Weck, mit: Roy Black, Uschi Glas, Ilja Richter. - Industriellensohn Kristian (Roy Black) soll uranhaltige Gesteinsproben von Brasilien nach Österreich, genauer gesagt an den Wörthersee bringen. Trotz strengster Geheimhaltung hat die Konkurrenz Wind von der Sache bekommen und zwei Agenten auf ihn angesetzt. Im Kärntner Urlaubsparadies angekommen trägt sich Kristian unter falschem Namen ins Hotelgästebuch ein … und setzt eine Kettenreaktion voller bunter Verwechslungen in Gang. Noch einmal ist es Peter Weck, dem man diesen nahezu dadaistischen Wahnsinn, der da im harmlosen Komödiengewand daherkommt und es so faustdick hinter den Ohren hat, eigentlich gar nicht zugetraut hätte. Am Schluss dieser fast schon schamlosen Mischung aus SCHÄTZCHEN und PAUKER-Film kann nur die von Roy Black und Anita vorgetragene Erkenntnis stehen: Schön ist es auf der Welt zu sein. (fw)

 

So 14.3.2021 mit einer Einführung von Florian Widegger

16:00 Die Supernasen

BRD 1983, 83 min, Farbe, R: Dieter Pröttel, mit: Thomas Gottschalk, Mike Krüger. - Eigentlich ist an diesem Film alles falsch, falscher geht es gar nicht. Und trotzdem fügt sich auf wundersame Weise etwas zusammen, was ihn, sofern man flachen Witzen nicht gänzlich abgeneigt ist, auf unnachahmliche Weise zum Leuchten bringt. Erzählt wird die Geschichte zweier erfolgloser Freunde, die völlig ambitionslos durchs Leben gehen und sich mit ihrem Scheitern abgefunden haben. Aus dieser Wurstigkeit erwachsen aber neue Möglichkeiten und aus ihren Niederlagen werden plötzlich große Siege: Mike und Tommy gründen ein Detektivbüro (Name: Columbo) und spionieren für einen reichen Industriellen dessen angeblich untreue Gattin im Kurort Bad Spänzer (natürlich am Wörthersee) aus. Dabei stolpern sie in unterschiedlichsten Kostümen von einer komischen Situation in die nächste … Der wahre Verdienst und das Geheimnis dieses Films liegen vielleicht darin, dass er bei allen Möglichkeiten nie seine Figuren sabotiert und schlussendlich ein Plädoyer für Freundschaft und Freude darstellt: Always look on the bright side of life!

 

So 21.3.2021

16:00 Wenn die tollen Tanten kommen

BRD 1970, 91 min, Farbe, R: Franz Josef Gottlieb, mit: Rudi Carell, Ilja Richter. - Der Titel klingt zunächst wie eine Drohung, doch keine Sorge: Rudi Carrell, der angeblich nur für das fünffache seiner üblichen Gage und dem Versprechen auf unbegrenzt Freibier zusagte, und Ilja Richter, damals als Moderator der ZDF Sendung DISCO in aller Munde, wollen nur spielen! Weil ihnen ein äußerst zwielichtiger Jochen Busse auf dem Weg an den Wörthersee allerdings den fahrbaren Untersatz mitsamt ihrer Kleidung klaut, müssen sie – ganz Lebenskünstler und Playboys – in Frauenkleider schlüpfen. Im Hotel werden die Damen sogleich für besonders wichtige Gäste gehalten, brechen die Männerherzen im Handumdrehen und machen die Gegend als „Tanten wider Willen“ unsicher. Flankiert werden sie dabei von einem wie immer total überdrehten Hubert von Meyerinck und dem liebestollen Tausendsassa Gunther Philipp. Schlagerstars wie Christian Anders („Geh nicht vorbei“) und Chris Roberts („Ein Mädchen nach Maß“) geben sich ein Stelldichein – ein perfekter Sonntagnachmittagsfilm in toller Kulisse. (fw)

 

So 28.3.2021 mit einer Einführung von Florian Widegger und einem Gespräch nach dem Film mit Otto Retzer

16:00 Ein Schloss am Wörthersee – Sommerkapriolen

D 1993, 90 min, Farbe, R: Otto W. Retzer, mit: Uschi Glas, Helmut Fischer, Udo Jürgens - Ein letztes Mal öffnet das Schlosshotel in Velden seine Pforten: Elke Berger, inzwischen die neue Besitzerin, will eigentlich ein Jahr Pause machen und anstehende Renovierungsarbeiten erledigen. Sehr zum Unbill der beiden „immer fleißigen“ Hausdiener Josip und Malek: Denn ohne Gäste fehlt ihnen das Trinkgeld. So eröffnen sie in Elkes Abwesenheit einfach heimlich den Betrieb – und es dauert nicht lange, bis diesen beiden alles über den Kopf wächst … Anfang der 90er Jahre hatte wirklich niemand mit dem durchschlagenden Erfolg dieser Fernsehserie gerechnet, die heute als ein wesentlicher Meilenstein in der Entwicklung des deutschen Privatfernsehens gilt und Roy Black kurz vor seinem Tod noch ein letztes Karrierehoch beschert hat. Hier sind nun all die inzwischen lieb gewonnen Charaktere noch einmal vereint: 90 Minuten unbeschwertes Urlaubsfeeling! (fw)

 

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